Kreuzweise wahlwärts (Kabarettarchiv)

 
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Kreuzweise wahlwärts

 

Premiere war am 17. Januar 2002

Regie: Mathias Neuber
Texte: Udo Tiffert, Karin Benk, Gabriele Harnisch, Mathias Neuber

"Kreuzweise Wahlwärts" - Ehrlich, wie wir Ehrlichen nun mal sind, sagen wir: Wir wissen nicht wo's langgeht. Weder mit dem Arbeitsmarkt, noch mit der Opposition (wie bewaffnet auch immer), noch mit uns. Was wir wissen: es geht wahlwärts. Also halten wir uns daran, kreuzweise. Und alles geht lang, wie gehabt - gäbe es da nicht ein kleines Problem: 80 Millionen Terroristen......

nicht mehr im Programm

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Lausitzer Rundschau, Samstag, 19. Januar 2002, KULTUR - EINE FRAU MÜSSTE SINGEN


7. Kabarett-Festival der Studenten in Cottbus am Donnerstag eröffnet


"Die Ehrlichen" müssen ehrlich zugeben, dass sie nicht in Bestform sein können. Das Kabarett der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) ist dezimiert worden. Höhere Gewalt: Schwerer Fall von Hustenschnupfenheiserkeit. Was für ein Ärger. Da gibt es an der Universität endlich "Die Ehrlichen".


Im vergangenen Jahr hatten sie sich beim 6. Cottbuser Treffen der bundesdeutschen Studentenkabaretts vorsichtig vorgestellt, in diesem Jahr sollten sie den Auftakt des Festivals bestreiten. - Da hilft nichts, da muss man durch. Es ist immer wieder zu spüren, dass jemand fehlt, aber die Truppe ist selbstbewusst genug, ihr Pech einfach ins Programm einzubauen. "Kreuzweise wahlwärts" heißt es, und es ist sehenswert. Natürlich sind Parodien auf Dieter Bohlen, Thomas Anders und Helmut Kohl nicht mehr die Krone der Originalität, aber sie gehen durch, wenn sie nicht überstrapaziert werden. Das ist hier der Fall. Das (Wahl) Programm hat eine klare Grundidee, die durchgehalten wird: Wählen ist ein Akt des Terrorismus, denn, wer deinen Fingerabdruck will, weiß dass du ein Terrorist bist. Stimmt`s, Schily? Also unternimmt die Regierung alles, damit möglichst wenig Leute zur Bundestagswahl gehen. Und alles kann bleiben, wie es ist. - Herausragend sind die Modera-Toren-Karikaturen im Fernsehstudio einschließlich der kleinen 11.-September-Betroffenheitsschwallerei.
Gut auch die Vision vom Tag, an dem Cottbus seinen Großstadtstatus verliert, und der Oberbürgermeister persönlich auf Jagd nach einzubürgernden Studenten geht. Das passt. Im Saal der früheren Cottbuser Nordlichtspiele sitzen zur Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag auch Oberbürgermeisterkandidaten neben Brandenburgs Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, die als Schirmherrin des Festivals einleitende Worte gesprochen hat. - Ehrlich stark sind zudem schon die im vergangenen Jahr vorgestellten Nummern vom Verkaufsgespräch des Vertrauens, und das Solo des verprügelten Machos sowie die schräge "Glory of Mannsein": Es ist so schön, ein Mann zu sein. Ein Mann braucht nur cool rumzustehen und Sprüche abzusondern, schon ist er reif für die Bühne (des Lebens). Eine Frau aber müsste singen! - Und wie zum Beleg kommt nach den "Ehrlichen" so eine singende Frau: "Sybille und die kleinen Wahnsinnigen" aus Berlin .....
Peter Blochwitz

Ensemble und Besetzung

 

Regie: Mathias Neuber
Texte von: Udo Tiffert, Karin Benk, Gabriele Harnisch, Mathias Neuber

Es spielen:
Janett Bielau, Caterina Schacht, Katrin Jähnisch, Christoph Kurzbuch, Ronne Noack, Robert Nickel