ICH BIN PAPST DENN DEUTSCH IST NUR, WER CHAMPION IST (Kabarettarchiv)

 
www.buehne8.de/k_papst.html

ICH BIN PAPST DENN DEUTSCH IST NUR, WER CHAMPION IST

 

Premiere war am 13. April 2006

Regie: Mathias Neuber

Uwe Klaus-Jürgen Gundolf Schrebermann, kompetent für die Comedy-Bühne bis in die früh-porösen Kniegelenke, und Friedrich Bremse, Kabarett-Relikt aus dem vorigen Jahrtausend, führen über deutsche Straßen, Exerzierplätze, kuhglockenbeschallte Almen und Reichstagsvorplätze souverän hinein in cottbuser Amtsstuben, Chor- und Laientheaterauftritte, bis im Juni 2006 in der Münchner Allianz-Arena das Ziel erreicht ist: Die Fußballweltermeisterschaft! Da sich davon niemand was erwartet, muß der Eine her, der deutsches Ansehen retten kann ... -- Und kommt ... !! -- In seinem Schlepptau ein Fünf-Millionen-Heer trägt's vor sich her auf schwarz-rot-goldnen Fahnen: Ich bin Papst - denn deutsch ist nur wer Champion ist!

nicht mehr im Programm

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"Die Ehrlichen" mit neuem Programm in "bühne 8


In guter Form wieder auf dem Spielfeld


Der Heilige Vater kam fast ganz am Ende dran, Hoffnungsträger Klinsi gar erst nach ihm, aber eigentlich ging es um Arbeit nach halbjähriger Probenzeit hatte das neue Programm der "Ehrlichen" unter dem leicht sperrigen Titel "Ich bin Papst...denn deutsch ist nur wer Champion ist" in der "bühne 8" seine viel beklatschte Premiere. Zu sehen war ein knapp zweistündiges Nummernprogramm, das von Regisseur Mathias Neuber mit einem fußballmannschaftsstarken Ensemble einstudiert worden war.


Gleich am Anfang der Idealfall: Einer kommt raus, macht gar nichts und trotzdem lacht alles. Und zwar über Gundolf, den zwölffachen Vater, einen ewig zu kurzen Rautenpullover auf dem Leib, einen enormen Intelligenzverstärker auf der Nase und ein lustiges Hütchen auf dem Kopf. Er macht den Ansager, teilt sich die Arbeit mit Herrn Bremse, einem Ex-Wissenschaftler der Kabarettistik. Dem sprießt die Verachtung seiner jetzigen Tätigkeit aus allen Knopflöchern, was er mit der Fröhlichkeit eines Grabredners zelebriert.Und um Arbeit geht es in der Tat, mehr noch um ihre Abwesenheit. Auch um Arbeitslose, die bei den "Ehrlichen" zu Arbeitsloosern mutieren. Verlierer sind aber auch die, die in den Arbeitsagenturen hinterm Schalter sitzen.

Ja selbst, man sollte es nicht glauben, die deutschen Unternehmer stimmen in das Klagelied ein.Allerdings von der anderen Ecke her. Was sollen sie denn auch noch unternehmen, wenn ihnen die Steuergeschenke wie die sprichwörtlichen gebratenen Tauben in den Mund fliegen und sie nicht mehr wissen wohin mit dem vielen Kapital. Ach, so ein kleines bisschen Klassenkampf, wie könnte er doch für Belebung sorgen. Das Programm nähert sich eher vorsichtig seinem Thema, aber das tut es von Anfang an umwerfend komisch. Die bis zum Hintersinn reichenden Texte Marke Eigenbau werden von einem Ensemble präsentiert, das sich aus unterschiedlichen Typen zusammensetzt, die sich auf vortreffliche Weise ergänzen. Ein Abend, den anzuschauen sich lohnt.Es scheint, als seien "Die Ehrlichen" nach zweijähriger Auszeit auf der Ersatzbank des Lebens wieder in guter Form auf das Spielfeld zurückgekehrt.

Ensemble und Besetzung

 

Es singen und spielen:

Sandra Barthold, Benjamin Hantschke,
Sonja Hempel, Mathias Neuber, Markus Roder, Mechthild Schmidt, Lars Seidel, Nadine Twarz

Texte von: Mathias Neuber und Stephan Hehl
(in Zusammenarbeit mit dem Ensemble )

am Klavier: Mechthild Schmidt
Regie: Mathias Neuber