Programm­details

Joachim Gottschalk – verfolgt und (un)vergessen (Gastspiel)

Samstag | 26.09.2026 | 19:00 Uhr

BÜHNE acht | Eintritt frei, Spende erbeten

Eine Tanzperformance mit Live-Klaviermusik zum Leben und Sterben von Joachim Gottschalk, einem der populärsten Film- und Theaterschauspieler zur NS-Zeit, der aufgrund der unerschütterlichen Liebe zu seiner jüdischen Frau in den Tod getrieben wurde. Die Premiere findet am 28. August 2026 um 18 Uhr Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. statt.  

Er war einer der ganz Großen in schwerer Zeit: der Schauspieler Joachim Gottschalk. Geboren 1904 in Calau und aufgewachsen in Cottbus, wechselte er nach dem Start am dortigen Stadttheater schnell an die großen Theaterbühnen des Landes. Beispiellose Erfolge am Theater und auf der Leinwand machten ihn äußerst populär in Deutschland und international. Die unerschütterliche Liebe zu seiner jüdischen Frau Meta ließ ihn infolge der politischen Situation immer mehr ins Abseits geraten. Trotzdem widerstand er dem Propagandaministerium unter Goebbels vehement, das ihn mit immer stärker werdendem Druck zwingen wollte, sich von seiner Frau zu trennen. Als Meta ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert werden sollte, sahen beide keinen anderen Ausweg mehr. Die Familie nahm sich das Leben.

 

Choreografie: Ioannis Avakoumidis und Silke Bernard
Komposition und Klavier:
Frank Bernard
Tanz:
Ioannis Avakoumidis
Video:
Ron Petraß
Projektleitung:
Silke Bernard

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